WAS ERWARTET DIE KINDER?

Zusammen mit meiner Kollegin Sandra Meinhard (Rüsselbande) arbeite ich in Teltow / Seehof. Jede von uns hat die Möglichkeit, 5 Kinder im eigenen Gruppenraum zu betreuen, wobei wir uns Flur, Bad und Küche sowie den Außenbereich teilen und auch gemeinsame Vorhaben im Alltag umsetzen. Um Sicherheit zu gewährleisten, wurden Steckdosenschutz und Türgitter angebracht. Besonderen Wert lege ich auf ausgewählte Spielsachen, welche die Kreativität der Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten anspricht und möglichst schadstofffrei sind. Hier orientiere ich mich u. a. an Montessori-, Waldorf-, Pikler-, Hengstenberg- und Fröbelmaterialien. Der Garten ist eingezäunt und Giftpflanzen wurden entfernt. Hier können die Kinder sich gut orientieren und haben vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Es finden regelmäßig Überprüfungen vom Jugendamt statt. Führungszeugnisse, ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen und Ausbildung- und Fortbildungsnachweise liegen dort vor.

Natürlich unterbreite ich verschiedene Angebote und biete feste Meilensteine im Tages- und Wochenablauf bzw. im Monatsverlauf als Orientierungspunkte für Kinder und Eltern an. Diese sollen besonders den Kindern eine Sicherheit geben und tragen zur Bildung bei. Zu viele Vorgaben behindern meiner Meinung nach aber die kreative Spontaneität. Ich möchte den Kindern nicht unbegrenzt Vorgaben machen, sondern Orientierungshilfen anbieten. Meilensteine im Tagesablauf sind: Begrüßung des einzelnen Kindes, Begrüßung der Gruppe mit einem Morgenkreis, Frühstück und Obstpause, freies und geplantes Spiel (im Haus, im Garten, ev. Spaziergang oder Ausflüge), Mittag, Ruhezeit und Nachmittagssnack sowie Verabschiedungen der Kinder. Jeder Monat und jeder Tag stehen unter einem Motto, dass uns immer wieder begleiten wird. Je nach Gruppenzusammensetzung und Interessen wird es besondere Angebote geben.

Ein Umfeld ohne Kitaatmosphäre verschafft gerade dem Kleinkind oder behinderten Kind mehr Sicherheitsgefühl. Das Eingehen auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder kann besser erfolgen, weil nicht so viele Kinder auf einmal betreut werden, was bedeutet, dass sich alle Kinder, auch die älteren Kinder, besser entfalten können und somit ein sicheres Selbstbild aufbauen können. Dieses wiederum ist Voraussetzung für das Lernen und Begreifen der Welt. Einige Rituale oder Besonderheiten im Umgang mit den Kindern (z. B. auch therapeutische Angebote) können gut in den Alltag integriert werden. Die Zusammenarbeit und Kooperation mit der Frühförderstelle Teltow, dem Familienzentrum / Mehrgenerationenhaus Philantow und dem Gesundheitsamt Teltow verlief in den letzten Jahren sehr erfolgreich.

Den Kindern bietet sich die Möglichkeit, im begrenzten Rahmen soziale Erfahrungen zu sammeln, was ich als Vorbereitung auf die Schule und das ganze spätere Leben sehe. Außerdem können sich soziale Kompetenzen im Umgang mit anderen Kindern entwickeln. Es ist nicht richtig anzunehmen, dass man Kinder von klein auf in großen Gruppen betreuen lassen muss, damit sie sich daran gewöhnen. Das Gegenteil ist der Fall. Können Kinder in kleinen Rahmen Bindungen aufbauen, sozialen Kompetenzen erwerben und langsam ihr Betätigungsfeld ausweiten, werden sie sich sicherer in immer größer werdenden Gruppen bewegen können, weil sie ein stabiles Selbstbild entwickeln konnten. Sie lassen sich nicht so schnell in Frage stellen und können soziale Strategien sicher anwenden. Immer wieder kehrender Stress im sozialen Gefüge hat ungünstige Auswirkungen auf das Neugier- und Explorationsverhalten, was sich negativ auf den Erwerb von kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten auswirkt.

Einzelkinder erleben Geschwisterersatz, es werden soziale Kompetenzen erworben. Kinder alleinerziehender Elternteile haben die Möglichkeit, sich entwicklungsbedingt aus der engen Symbiose zu lösen und den Kontakt zu einer weiteren Bezugsperson aufzunehmen. Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, der sich nach erfolgreicher aufgebauter Urbindung zur Mutter spätestens nach dem 1. Geburtstag vollziehen sollte. Störungen im Ablösungsprozess durch symbiotische Rückbindungen, z. B. bei Einelternfamilien, können so vermieden werden. Kinder mit Migrationshintergrund lernen „nebenbei“ die deutsche Sprache, knüpfen soziale Kontakte und schaffen sich somit eine wichtige Grundlage für die Schule und das spätere Leben. Die Kinder lernen voneinander und erwerben in ganzheitlicher Form Kompetenzen in allen Bereichen. Eltern und Kindern können eine sehr hohe Qualität in Bildung und eine liebvolle Betreuung erwarten. Konzeptionell ist eine Begleitung der Kinder bis zur Schulreife möglich.

Ich bin Nichtraucherin. Es herrscht absolutes Rauchverbot!

Ich arbeite tiergestützt.

Ich arbeite mit Gebärden.

Urlaubszeiten gebe ich rechtzeitig bekannt.

Ich versorge die Kinder mit selbst zubereitetem Essen. Dabei achte ich auf vollwertige, fleischarme Kost, möglichst in Bioqualität.

Ich bin vom Gesundheitsamt nach § 43 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz über den Umgang mit Lebensmitteln geschult worden.

Meine heilerzieherische und heilpädagogische Ausbildung ermöglicht, dass ich behinderte und nicht behinderte Kinder unter besten Bedingungen betreuen kann.