ERZIEUNGSSTIL UND SCHWERPUNKTE

Ich verfolge weder den einen, noch den anderen Stil total. Beim sozialintegrativen Erziehungsstil steht die Gruppe als Ganzes im Vordergrund. Ich finde wichtig, dass die Kinder lernen, sich in einer kleinen, familienähnlichen Gruppe zurecht zu finden und Tageskinder verschiedenen Alters, verschiedener Länder, Religionen mit und ohne Behinderungen zusammen leben lernen. Auch Erfahrungen mit Tieren und der Umwelt halte ich für außerordentlich bedeutsam. Meine Aufgabe ist es, ein Angebot, das eine störungsfreie Entwicklung im eigenen Tempo ermöglicht, sicher zu stellen. Ich mache individuelle Angebote, ohne die Gruppe als Ganzes aus den Augen zu verlieren. Einen Schwerpunkt sehe ich für mich in der Begleitung von Familien, in denen das Thema Gehörlosigkeit im Vordergrund steht und in der tiergestützten Arbeit.

Weiterhin nehme ich das Kind als Persönlichkeit wahr und gebe ihm die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten. Eigene Ideen durchsetzen, Gefühle erkennen und aussprechen lernen, bzw. ausleben sind wichtige Fähigkeiten. Dabei darf das Einrichten von Rahmenbedingungen nicht zu kurz kommen. Sie schaffen eine Sicherheit im Betätigungsfeld der Kinder und bieten somit auch eine Orientierung. Wichtig sind die Echtheit und die Wertschätzung, die ich den Kindern entgegenbringe. Ein besonderes Anliegen ist mir eine individuelle und sanfte Eingewöhnung besonders unter 3 -jähriger Kinder. Meine Betrachtungsweise ist nicht, dass das Kind sich an die neue Situation gewöhnen muss, sondern dass es zu mir eine tragfähige, emotionale Bindung aufbaut, damit es sich in der neuen Umgebung zurechtfinden kann. Hier steht der Aufbau von Bindungsqualität im Vordergrund. Kinder müssen feste Bindungen knüpfen können und auch zu außerfamiliären Menschen sichere Beziehungen aufbauen dürfen. Somit ist der Schwerpunkt in meiner Arbeit nicht Betreuung an sich, sondern der Aufbau einer Bindungsbeziehung.

Mein Erziehungsziel ist, dass sich das mir anvertraute Kind wohl fühlt, sich im Rahmen der ihm gegebenen Möglichkeiten aktiv mit der Umwelt auseinandersetzt und lernt, sich selbst und andere Lebewesen als handelnde Individuen wahrzunehmen und zu respektieren. Wichtig sind neben Bindungserfahrungen die Rahmenbedingungen, die es dem Kind erleichtern, das Neugier- und Explorationsverhalten auszuleben. Ziel ist somit die Entwicklung eines positiven Selbstbildes und der Resilienz, aus denen sämtliche Fähigkeiten hervorgehen.